
Trotz unseres Technologiefortschrittes in der computerbasierten Tragwerksplanung sinkt die Qualität. Das Deliverable begründet daher zu Beginn, wie eine präventive risikobezogene Qualitätssicherung (QS) diesen Missstand ändern kann. Denn Ziel jeden Technologiefortschrittes sollte sein, die Qualität zu verbessern, d.h. Planungsfehler und damit verbundene Schäden durch vertretbaren Aufwand in der Praxis zu vermeiden und dadurch wirtschaftlicher zu planen. Auf Basis dieser Momentaufnahme skizzieren wir unseren Vorschlag zur präventiven QS, die in Abhängigkeit des vorhandenen Risikos, festgelegt über die Konsequenzklasse und die Honorarzone, auf Basis der System-FMEA aus dem Maschinenbau nach den frühen Projektphasen im Team von Planungsbeteiligten durchgeführt wird. Die Methode der System-FMEA wird kurz erläutert, und die Methode der qualitativen Verhaltensmodellierung eingeführt, um die qualitativen Arbeitsschritte des Ingenieurs formal auf ein berechenbares Modell abzubilden. Das Ergebnis ist die modellbasierte Tragwerk-FMEA, die eine computerunterstützte Arbeitsumgebung für Planer zur Durchführung einer Tragwerk-FMEA schafft. Die momentane Situation in der Praxis wird genauer beleuchtet, indem wir Ergebnisse einer Umfrage, die wir unter den Prüfingenieuren durchgeführt haben, zum Stand der QS und der vorherrschenden Fehler in der Praxis präsentieren. Auf Basis dieser beiden Grundpfeiler stellen wir abschließend den geänderten Planungsablauf unter Einbettung der Tragwerk-FMEA vor, für welchen wir eine Richtlinie zur Anwendung der Tragwerk-FMEA sowie die erforderliche Software dafür in diesem Forschungsprojekt erarbeiten.